Bei Infrastrukturprojekten müssen Projektteams häufig an Standorten arbeiten, an denen noch keine festen Büros und Unterkünfte zur Verfügung stehen. Für Auftragnehmer und EPC-Teams, die in abgelegenen Gebieten tätig sind, muss der Standort sowohl einen praktischen Arbeitsbereich als auch geeignete Unterkünfte in der Nähe des Projektgebiets bieten.

Im Jahr 2025 lieferte GS Housing 18 Flachpack-Containerhaus Module für das Wasserversorgungsprojekt „Arua Enyau“ in Uganda. Die Module wurden in einstöckigen Reihen angeordnet, um eine Kombination aus Projektbüros und Mitarbeiterunterkünften zu schaffen, und bildeten so eine in sich geschlossene, modulare Baustelleneinrichtung für das Bauteam.

Anstatt separate, dauerhafte Gebäude zu errichten, wurden bei diesem Projekt vorgefertigte Module verwendet, die horizontal miteinander verbunden und entsprechend den funktionalen Anforderungen des Standorts angeordnet werden konnten. Dieses Beispiel zeigt, wie Baustellenunterkünfte bei Infrastrukturprojekten in abgelegenen Gebieten Arbeits- und Wohnräume in einer flexiblen, modularen Lösung vereinen können.

 Walkway between rows of white flat pack container accommodation units at the Arua Enyau water supply project in Uganda, with concrete access steps, drainage channels and tropical banana plants

Projektübersicht

Projektjahr 2025
Standort Arua, Uganda
Projekt Wasserversorgungsprojekt Arua Enyau
Produkt Containerhaus als Bausatz
Anzahl 18 Einheiten
Anordnung Einstöckige, horizontal miteinander verbundene Reihen
Anwendung Baustellenbüros und Unterkünfte für Mitarbeiter
Gebäudetyp Modulare Baustellenunterkunft und Wohnanlage
Hauptnutzer Projektmitarbeiter und Bauarbeiter
Stiftung Betonfundamente mit Stufenzugang
Bauweise Vorfertigung im Werk + Montage vor Ort

 

Von den Projektanforderungen zur modularen Standortlösung

Bei einem Wasserversorgungs- und Infrastrukturprojekt benötigt das Bauteam mehr als nur Ausrüstung und Materialien. Ingenieure, Bauleiter und andere Projektmitarbeiter müssen möglicherweise während der gesamten Bauzeit in der Nähe der Baustelle bleiben, wodurch sowohl Arbeitsräume als auch Unterkünfte benötigt werden.

Das Arua-Enyau-Projekt befindet sich im Nordwesten Ugandas, wo in der Nähe des Baugebiets eigens dafür vorgesehene Einrichtungen benötigt wurden. Für das Projektteam entstand dadurch ein Bedarf sowohl an Arbeitsräumen als auch an Unterkünften vor Ort.

Im Rahmen des Projekts wurden 18 modulare Einheiten eingesetzt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Anstatt die Einheiten als einzelne provisorische Räume zu betrachten, wurden sie horizontal in langen Reihen miteinander verbunden, um zwei wesentliche Funktionen zu erfüllen: Büroräume für die Projektabwicklung sowie Unterkünfte für die Mitarbeiter.

Eine Lösung für Baustellenbüros und Unterkünfte kann zudem die Baustellenplanung vereinfachen. Die Büroeinheiten lassen sich getrennt von den Wohnbereichen anordnen, befinden sich jedoch innerhalb derselben Gesamtanlage, sodass das Projektteam eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Wohnräumen gewährleisten kann. Die einstöckige Reihenanordnung sorgt zudem für einen unkomplizierten Zugang und erleichtert die Organisation der Anlage im Hinblick auf den täglichen Projektbetrieb.

Long row of single-storey flat pack container house units connected horizontally on concrete footings at the Uganda construction site accommodation, with security-barred windows and step access to each unit

18 Einheiten: Vorfertigung im Werk und Montage vor Ort

Bei dem Projekt wurden 18 Containerhaus-Bausätze als grundlegende modulare Baukomponenten verwendet.

Die Einheiten wurden vor dem Transport nach Uganda vorgefertigt, sodass ein wesentlicher Teil der grundlegenden Bauvorbereitungen bereits im Werk abgeschlossen werden konnte. Nach der Anlieferung auf der Baustelle wurden die Module auf Betonfundamente gesetzt, horizontal miteinander verbunden und entsprechend ihrer vorgesehenen Nutzung angeordnet.

Der grundlegende Ablauf lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Werksfertigung → Transport → Baustellenvorbereitung und Fundamentierung → Montage vor Ort und horizontale Verbindungen → Innenausbau und Anschluss an die Versorgungsnetze

Dieser Ansatz erweist sich insbesondere bei Infrastruktur- und EPC-Projekten als nützlich, bei denen parallel zu den Hauptbauarbeiten Baustellenanlagen errichtet werden müssen. Anstatt jedes Gebäude vor Ort aus einzelnen Bauteilen zu errichten, kann der Auftragnehmer mit standardisierten Fertigteilen arbeiten und diese entsprechend der erforderlichen Baustellenanordnung zusammenstellen.

Beim Arua-Enyau-Projekt bildeten die 18 Einheiten ein standardisiertes Bausystem, das es dennoch ermöglichte, die Büro- und Wohnbereiche entsprechend den Anforderungen des Projekts zu gestalten. Die horizontal miteinander verbundenen Reihen bildeten eine durchgehende Gebäudelinie, wobei einzelne Türen und Betonstufen den Zugang zu jeder Einheit ermöglichten.

Kombination von Baustellenbüros und Unterkünften für Arbeiter

Das Hauptmerkmal des Projekts ist die Kombination von Arbeits- und Wohnfunktionen innerhalb einer modularen Anlage.

Modulares Baustellenbüro

Die Bürobereiche bieten Arbeitsräume für die Projektmitarbeiter, die in den Bereichen Verwaltung, Technik, Bauleitung und tägliche Koordination tätig sind.

Bei einem Infrastrukturprojekt wie dem Ausbau der Wasserversorgung kann die Einrichtung von Projektbüros in der Nähe der Baustelle die Kommunikation und die Baustellenleitung vereinfachen. Ingenieure und Bauleiter können in der Nähe des Projekts arbeiten und bleiben gleichzeitig mit dem gesamten Baubetrieb in Verbindung.

Durch den Einsatz modularer Baustellenbüros lassen sich zudem Büroräume einrichten, ohne dass am Projektstandort ein herkömmliches, festes Bürogebäude errichtet werden muss.

Unterkünfte für Arbeitnehmer

Das gleiche modulare Bausystem wurde genutzt, um Unterkünfte für die am Projekt beteiligten Mitarbeiter bereitzustellen.

Eine Unterkunft in der Nähe des Arbeitsortes ist besonders praktisch, wenn sich die Baustelle abseits etablierter Wohngebiete befindet. Arbeiter und Projektmitarbeiter können dann in der Nähe der Baustelle übernachten, anstatt lange Wege zwischen Unterkunft und Arbeitsort zurücklegen zu müssen.

Die Wohneinheiten waren mit einbruchssicheren Fenstern und eigenen Türen ausgestattet und über Betonstufen von den Kieswegen des Geländes aus erreichbar. Durch die einstöckige Bauweise befanden sich alle Einheiten auf Erdgeschossebene, was den Zugang und die tägliche Fortbewegung auf dem Gelände vereinfachte.

Die Wohnbereiche lassen sich unabhängig von den Büroflächen planen, wobei dasselbe modulare Grundbausystem zum Einsatz kommt. Dadurch erhält das Projekt eine einheitliche bauliche Lösung für beide Funktionsbereiche.

Close-up view of horizontally connected flat pack container house modules at the Uganda project site, showing structural corner posts, unit connection joints, security-barred windows and concrete step access

Warum sich die Fertigbauweise für Infrastrukturprojekte in abgelegenen Gebieten eignet

Infrastrukturprojekte finden oft unter anderen Standortbedingungen statt als herkömmliche städtische Bauvorhaben. Ein Wasserversorgungsprojekt kann sich über ein großes Gebiet erstrecken, während in der Nähe der aktiven Baustelle möglicherweise keine geeigneten Büros oder Unterkünfte zur Verfügung stehen.

Ein vorgefertigtes Baustellenunterkunftssystem bietet eine praktische Möglichkeit, diese Einrichtungen zu errichten, ohne vollständig auf bestehende Gebäude vor Ort angewiesen zu sein. Da es sich um ein vorgefertigtes Containerhaussystem handelt, können die wichtigsten Bauteile bereits vor dem Transport vorbereitet werden, während sich die Arbeiten vor Ort auf die Fundamentvorbereitung, die Montage, die horizontalen Verbindungen und die übrigen projektspezifischen Installationsarbeiten konzentrieren.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass auf Fundamente, die Vorbereitung des Baugeländes, Versorgungsanschlüsse oder die Einhaltung lokaler Vorschriften verzichtet werden kann. Diese Aspekte müssen weiterhin entsprechend dem Projektstandort und der vorgesehenen Nutzung berücksichtigt werden. Auf dem Gelände in Arua Enyau wurden die Einheiten auf Betonfundamenten aufgestellt, mit Zugangswegen aus Kies und Beleuchtungsmasten, die an die örtlichen Boden- und Klimabedingungen angepasst sind.

Die modulare Bauweise kann jedoch einen besser reproduzierbaren Ansatz bieten, wenn Bauunternehmer mehrere Gebäude für dasselbe Projekt benötigen. Dasselbe Grundmodul kann für Büros, Unterkünfte und andere Nebenfunktionen verwendet werden, wodurch sich die Notwendigkeit verringert, für jeden Zweck völlig unterschiedliche Bausysteme zu entwickeln.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Anordnung der Gebäude nicht einem einzigen festen Raster folgen muss. Die 18 Einheiten lassen sich je nach den Anforderungen des Standorts in funktionale Gruppen einteilen. Büroräume können von den Wohnbereichen getrennt werden, während Verkehrswege und Gemeinschaftsbereiche als Teil des Gesamtgeländeplans betrachtet werden können.

Für EPC-Auftragnehmer und Infrastrukturentwickler kann diese Kombination aus standardisierter Fertigung und flexibler Gestaltung von Nutzen sein, wenn Projektanlagen parallel zu den eigentlichen Ingenieur- und Bauarbeiten fertiggestellt werden müssen.

Projektergebnis

Im Rahmen des Wasserversorgungsprojekts „Arua Enyau 2025“ in Uganda wurden 18 modulare Einheiten eingesetzt, um sowohl Büroräume für das Projektteam als auch Unterkünfte für die Mitarbeiter bereitzustellen.

Durch die Kombination dieser Funktionen in einem modularen System schuf das Projekt eine praktische Arbeitsumgebung für das Personal, das an der Infrastrukturentwicklung arbeitete. Die Einheiten wurden horizontal in einstöckigen Reihen miteinander verbunden, auf Betonfundamenten aufgestellt und entsprechend ihrer unterschiedlichen Nutzungszwecke angeordnet, wobei ein einheitliches Fertigbausystem beibehalten wurde.

Die fertiggestellte Anlage bietet den Projektmitarbeitern ein praktisches Arbeits- und Wohnumfeld in der Nähe der Baustelle Arua Enyau, mit eigenem Zugang zu den einzelnen Unterkünften, Sicherheitsvorkehrungen und auf Betonfundamenten ruhenden Unterkünften.

Das Projekt zeigt, wie Unterkünfte auf Baustellen in die Baustellenbüros integriert werden können, anstatt sie als separaten Bedarf zu betrachten. Bei Infrastruktur- und EPC-Projekten an abgelegenen Standorten kann dies eine praktische Möglichkeit darstellen, Arbeits- und Wohnräume in der Nähe des Baugeländes einzurichten.

Häufig gestellte Fragen

Was war das „Arua Enyau“-Projekt in Uganda?

Das Arua-Enyau-Projekt war ein Infrastrukturprojekt zur Wasserversorgung in Uganda. GS Housing lieferte modulare Einheiten für das Projektbüro und die Unterkünfte der Mitarbeiter.

Wie viele Einheiten wurden für das Uganda-Projekt verwendet?

Im Rahmen des Projekts wurden 18 Containerhäuser in Selbstbauweise als Baustellenbüros und Mitarbeiterunterkünfte genutzt.

Wurden die Räumlichkeiten sowohl als Büros als auch als Wohnräume genutzt?

Ja. Die 18 Einheiten dienten sowohl als Büroräume für die Projektabwicklung als auch als Unterkünfte für die am Projekt beteiligten Mitarbeiter.

Was versteht man unter Baustellenunterkünften?

Unter Baustellenunterkünften versteht man temporäre oder semipermanente Einrichtungen, die in der Nähe eines Bauprojekts errichtet werden, um den Arbeitern und dem Projektpersonal Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Je nach Projekt können die Baustellenunterkünfte auch Büros, Besprechungsräume und andere Nebenräume umfassen.

Warum sollte man ein Baustellenbüro und Unterkünfte in einem modularen System kombinieren?

Die Verwendung desselben modularen Bausystems für Büros und Unterkünfte kann die Baustellenplanung vereinfachen und eine einheitliche Baulösung bieten. Außerdem ermöglicht es, Arbeits- und Wohnbereiche in der Nähe der Projektbaustelle einzurichten und dabei ihre Funktionen getrennt voneinander zu organisieren.

Können Containerhäuser im Flat-Pack-Format für Infrastrukturprojekte eingesetzt werden?

Ja. Containerhäuser als Bausatz können als Baustellenbüros, Unterkünfte für Arbeiter, Projekteinrichtungen und für andere temporäre oder semipermanente Zwecke genutzt werden, vorbehaltlich der statischen Auslegung, der Baustellenbedingungen und der örtlichen Vorschriften.

Suchen Sie eine Unterkunft auf der Baustelle?

Das aus 18 Einheiten bestehende Projekt „Arua Enyau“ zeigt, wie modulare Gebäude bei einem Infrastrukturprojekt in abgelegener Lage sowohl als Baustellenbüro als auch als Unterkunft dienen können.

Für Wasserversorgungsprojekte, EPC-Bauvorhaben, Ingenieurarbeiten oder andere abgelegene Baustellen kann GS Housing modulare Einheiten entsprechend der benötigten Menge, den Gebäudefunktionen und den Baustellenbedingungen liefern.

Wenn Sie Baustellenunterkünfte, Projektbüros oder eine kombinierte Büro- und Unterkunftseinrichtung planen, teilen Sie unserem Team bitte den Standort Ihres Projekts, die benötigte Anzahl und den Verwendungszweck mit. Wir besprechen dann gerne eine geeignete modulare Konfiguration für Ihren Standort.

Kontaktieren Sie GS Housing  um Ihre Projektanforderungen und die verfügbaren modularen Gebäudelösungen zu besprechen.

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